Vom Morgenmuffel zum frühen Vogel

Viele kennen die Qual morgens früh aufzustehen. Obwohl fast jeder weiß, dass man als Frühaufsteher eigentlich im Vorteil ist. Die Frage ist nur, wie soll man es bitte schaffen schon morgens um 7:00, 6:00 oder gar 5:00 Uhr fit zu sein?

Ich habe bereits in einem früheren Artikel erwähnt, dass es zu den besseren Eigenschaften zählt, wenn man es schafft regelmäßig früh aufzustehen. Dabei wurde das Thema früh aufstehen in den Kommentaren heiß diskutiert. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden einen Artikel darüber zu schreiben, wie auch du zu einem Morgenmensch werden kannst.

 

Gesundheit

Zu Beginn will ich ein paar Voteile des frühen Aufstehens zeigen. Mit diesen Argumenten möchte ich dich davon übereugen, warum es sich lohnt seinen Schlafrythmus zu verändern. Dabei hat ein frühes Aufstehen eine indirekte Auswirkung auf deine Gesundheit.

Trägheit am Morgen

Das hört sich zunächst estwas widersprüchlich an. Wie soll frühes Aufstehen bitte helfen nicht mehr so träge am Morgen zu sein?
Viele brauchen  nach dem Aufwachen erstmal eine gewisse Zeit um auf „Betriebstemperatur“ zu kommen. Haben sie diese Zeit nicht und müssen schnell produtiv sein kann es Stress auslösen. Zu viel Stress ist auf Dauer nicht gut für die eigene Gesundheit.

In der Folge ist es also für dich und deine Gesundheit am besten, wenn du dir morgens deine Zeit nimmst. Wenn du früher aufstehst, kann du dir entspannt deine Zeit nehmen um wach und konzentriert zu werden.

Gesunde Ernährung

Ja, auch bei der Ernährung hat die Morgenstunde ihre Finger im Spiel. Wie durch verschiedene Studien1 bereits bewiesen wurde ist es tatsächlich wichtig, wann du welche Art von Nahrung zu dir nimmst.

Zum Beispiel wird nach circa 20 Uhr die Fettverbrennung des Körpers initiiert. Isst du aber um diese Zeit herum schüttet dein Körper Insulin aus, was die Fettverbrennung stoppt. In der Folge greift dein Körper für die Nacht auf dein „Abendessen“ zurück und lässt die Fettpölsterchen unberührt.

Zwar kannst du nicht chronisches Übergewicht durch die nächtliche Fettverbrennung verhindern oder beheben, aber den ein oder anderen „Kummerspeck“ kannst du dir tatsächlich sparen.

Stehst du also später auf verschieben sich die Zeiten, in denne du deine Hauptmahlzeiten zu dir nimmst, was den biologischen Rythmus des Körpers aushebelt. Dadurch kann es zu einer ungewollten Gewischtszunahme kommen.

Im Umkehrschluss unterstützt ein frühes Aufstehen (und ins Bett gehen) deinen natrülichen Stoffwechsel. So fällt es dir einfacher einen gesunden Lebensstil zu führen.

 

Psyche

Natürlich ist neben der körperlichen Gesundheit auch unsere mentale Gesundheit wichtig. Auch hier ist ein Morgenmensch leicht im Vorteil.

Kaum Unterbrechungen

Wenn du früh mit deinen To-Dos am Tag startest hast du zum einen mehr Zeit sie abzuarbeiten, zum anderen wirst du auch weniger Unterbrochen.

Ein Beispiel. Du willst heute deine Küche durchputzen und die Spülmaschiene ausräumen. Stehst du früher auf hast du die Zeit beides vor der Arbeit / Uni zu erledigen. Kommst du also zurück hast du den Nachmittag für dich und kannst dich ohne schlechtes Gewissen entspannen.

Alles in allem hast du einfach mehr zeit hinten raus für dich, die du sinnvoll nutzen kannst ohne von Kindern, Mitbewohnern oder Öffnungzeiten gehetzt bzw. Unterbrochen zu werden.

Mehr Zeit für dich

Auch hier wieder ein Beispiel, was meinen Punkt besser verdeutlicht.

Du stehst morgens früher auf, deine Mitbewohner / Kinder / oder ähnliches sind alle noch im Traumland. Du musst erst in 2-3 Stunden los in Richtung Arbeit / Uni. Diese Zeit hast du ganz für dich zu deiner freien Gestaltung. Du kannst wie oben erwähnt deine To-Do-Liste abarbeiten oder einfach dein Frühstück genießen oder oder oder.

Klingt das nicht entspannt?

Mehr Zeit für Sport

Natürlich kommt es hier auf jeden Individuell an, wann er es bevorzugt welche Sportart auch immer zu machen. Ich gehen am liebsten als Tagesabschluss raus Laufen um mich dann mit vollkommen befriedigtem Gewissen auf die Couch oder in mein Bett zu werfen.

Aber du kannst auch morgens nach dem Aufstehen entspannt deine Runde im Gym oder auf der Straße ableisten und so fit und motiviert in den Tag starten. Denn du weißt, du hast etwas für deinen Körper getan und noch genügend Zeit für deine alltäglichen Ziele.

 

Umsetzung

Wie du siehst gibt es recht viele Punkte, die für ein frühes Aufstehen sprechen. Hier habe ich nur die Punkt angesprochen, die mir selber am wichtigsten erscheinen. Zwar ist es schön und gut, dass ich dir jetzt runtergebetet habe, warum Frühaufsteher etwas mehr vom Tag haben. Wie soll man das jetzt aber mit Konkreten Tipps umsetzen können? Nun hier kommen meine:

Vorbereitungen am Vorabend

Um in der Früh vieles leichter zu machen kann man bereits einige Zeitfresser durch Vorbereitung auslöschen. So muss man am Morgen einfach nur zugreifen und kann enstpannt in den Tag starten.

Frühstück

Gewöhnee es dir an dein Frühstuck weitesgehend schon am Vorabend vorzubereiten. Ein fantastisches Frühstück für soetwas sind Over-Night-Oats. Hast du einmal den Dreh raus kannst du hier richtig Kreativ werden und mit einem reichhaltigen Frühstück in den Tag starten.

Natürlich möchtest du nicht jeden Tag mit einem Müsli anfangen. Zwar kann man nicht alle Gerichte „ready to go“ vorbereiten. Dennoch kannst du überlegen, welche Schritte du brauchst und welche nicht zeitnah sein müssen. Zum Beispiel Tätigkeiten wie Waschen und schneiden kannst du am Abend machen. Auch alle Zutaten zusammen bereitstellen ist eine große Zeitersparnis.

Kleidung

Viele kennen es am Morgen. Man steht vor dem eignetlich vollen Kleiderschrank, doch man weiß nicht, was man anzeihen soll. Je länger man davor steht, desto mehr Zeit geht verloren und er Druck steigt. Sowas kannst du eigentlich durch einen ganz einfachen Trick vermeiden: Lege deine Kleidung am Abend in Ruhe bereit.

Anfangs fand ich das erhlich gesagt etwas komisch und ich kam mir wie ein kleines Mädchen vor, dem seine Mama die Klamotten rauslegt. Aber wenn man sich an die Zeit zurück erinnert war es eigentlich ganz schön  sofort etwas zum Anziehen zu haben.

Damit ich etwas effektiver bin habe ich mir zur Organisation einige Tipps im Internet herausgesucht. Darüber bin ich immer wieder über zwei Stichworte gefallen „Capsule Wardrobe“ und „Stylebook“.

Eine Capsule Wardrobe ist kurz gesagt eine Gaderobe, die auf eine geringe Anzahl an kombinierbaren Kleiderstückn reduziert ist.
Stylebook ist eine Möglichkeit deine Kombinationen per Foto festzuhalten und zu planen. Für diese Planung finden sich heute viele Apps zur Unterstützung.

Gemeinsam mit diesen Strategien kannst du dir entweder physisch dein Outfit des Tages rauslegen oder dir per Foto/App planen. Das ganze spart die Zeit und Stress in der früh, was ein frühes Aufstehen erleichtert.

Anderes

Neben Frühstück und Kleidung kannst du dir überlegen, welche Schritte du auf den Vorabend verlegen kannst.

  • Duschen
  • Haare stylen
  • Unterlagen für Uni / Arbeit / Schule

Überlege dir, wo du Zeit und Arbeit einsparen kannst um mehr Zeit für dich und deine Bedürfnisse am Morgen zu haben. All dies wird es dir erleichtern morgens aufzustehen, da du dir in der Früh über diese Dinge keine Gedanken machen musst.

Routine

Das ist nur eine logische Erweiterung der vorherigen Punkte. Wenn du deinen Vorabend strukturierst, warum nicht auch deinen Morgen? In der früh eine feste Routine zu haben, die du wortwörtlich im Halbschlaf ablaufen kannst hilft dir entspannt in den Tag zu starten.

Setzte dir zum Beispiel eine feste Zeit zu der du ins Bett gehen möchtest und wann du aufstehen willst. Zwischen 7 – 8 Stunden Schlaf brauch man im Schnitt um sich erholt und ausgeschlafen zu fühlen.

 

Gadgets

Disclaimer:
Zunächst möchte ich klarstellen, dass ich für keine der genannten Gadgets und deren Nennung bezahlt wurde oder es sich um sonst eine Art von Kooperationsvereinbarung handelt. Diese Gadgets habe ich beruhend auf eigener Recherche gekauft und getestet, unabhängig von Marke und Hersteller.

Natürlich gibt es auch Gadgets, die dir das frühe Aufstehen erleichtern können. Nicht jeder von uns wacht super erholt kurz vor Sonenaufgang auf. Mit ein bisschen Unterstützung kann man sich jedoch langsam dorthin heranarbeiten.

Morgenlichtwecker

Ein Morgenlichtwecker war für mich vor allem im Winter ein echter Lebensretter. Ich gehöre zu den Menschen, die mit offenen Fensterläden schlafen, da ich am liebsten und am besten von natürlichem Sonnenlicht geweckt werde.

Da die Sonne im Winter leider nicht mit meinem gewollten Zeitplan mitspielt habe ich mich nach einer Alternative umgesehen. Durch Tipps in den Kommentaren und aus meinem Umfeld bin ich auf etwas Gestoßen, was sich Morgenlicht oder Tageslichtwecker nennt.

Dieser Wecker simuliert durch bestimmte Lichtwellen natürliches Licht. Dadurch werden in deinem Körper deine natürlichen „HALLO-ES-IST-MORGEN-STEH-AUF-DU-STÜCK“-Hormone getriggert. Das hat den Vorteil, dass du nicht aus deiner Tiefschlafphase von einem unangenehmen Geräusch gerissen wirst. Das sorgt für ein erholteres Gefühl und lässt dich besser in den Tag starten.

 

SmarterSleep

Wie viele zähle ich mich auch als ein #DHDL- Fan. Dadurch bin ich auf etwas gestoßen, was sich SmarterSleep nennt. Das ist eine von Schlafforschern entwickelte Mischung aus einer Tablette und einer Flüssigkeit. Diese helfen schneller in die die Tiefschlafphasen zu kommen. Somit werden auch kurze Nächte „effektiver“.

Ich nehme es unregelmäßig, wenn ich viel reise, einen langen anstrengenden Tag hinter mir hatte oder ich weiß, dass ich nur eine kurze Nacht vor mir habe. Von meiner Begeitserung für dieses Zeug habe ich nun meine Familie angesteckt und wollte es dir nicht vorenthalten.

Ob es sich lediglich um einen Placeboeffekt handelt oder die Wirkstoffe wirklich etwas auslösen kann ich nicht unterscheiden, aber für mich wirkt es jedesmal und ich fühle mich sehr erholt.

 

Habt ihr euch schon mal zum Frühaufstehen gezwungen? Welche Gadgets könnt ihr empfehlen? Oder wollt ihr es auch einmal ausprobieren euren Morgen umzustellen?

 

 

1 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3070624/
https://drchatterjee.com/episode-22-why-when-you-eat-matters-with-professor-satchin-panda-part-2/

9 comments Add yours
  1. Also ich muss sagen, dass es mir im Sommer deutlich leichter fällt früh auf zu stehen. Im Winter finde ich es schwerer. Jetzt mit Baby habe ich gefühlt gar keinen Rhythmus mehr^^

    Liebe Grüße
    Fio

    1. Ja, mit einem Baby hat man eher kleine Schlafinseln, die man erreicht. Mit Durchschlafen ist da nicht wirklick viel :/ Eine Freundin von mir hat seit wenigen Wochen ihr Baby zur Welt gebracht und sie erzählt mir das regelmäßig.
      Hut ab vor allen Müttern kann ich dazu nur sagen. Das ist quasi das nächste Level nach „Früh Aufstehen“…

  2. ich bin irgendwie weder ein Morgenmuffel noch ein früher Vogel 😉
    ich denke es ist auch ganz wichtig, dass man seine ganz persönluche Wohlfühlzeiz findet – und wenn möglich danach arbeiten kann … trifft bei mir glücklicherweise meistens zu 🙂

    tolle Tipps, wenn man früh raus muss!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  3. Super Artikel, der wirklich alles Vorteile klar aufzeigt. Ich liebe es früh aufzustehen und finde es auch garnicht so schlimm nicht bis in die Puppen schlafen zu können.
    Von meinen Freunden werde ich dafür immer belächelt, aber das ist mir egal. Ich bin auch jemand der um 7 Uhr beim Sport steht um vor der Arbeit sein Sportprogramm zu absolvieren 🙂

    Viele Grüße
    Isa von lustloszugehen

  4. Ich stehe eigentlich nicht so gerne früh auf, bin deshalb auch froh, dass ich im Moment im Hotel Passeiertal im Urlaub sein kann. Arbeite in einer Bäckerei und muss morgens immer schon um 3:00 dort sein, gibt auf jeden Fall schöneres :D:D

    Liebe Grüße

    1. Du hast auf jedenfall das frühe Aufstehen für dich gepachtet O.O
      Das ist dann natürlich nochmal was anderes, wenn man um 3:00 Uhr schon in der Arbeit sein muss.
      Großen Respekt und erhol dich schön in deinem Urlaub <3

  5. Ich war immer die Frühaufsteherin! Dafür war ich Abends relativ schnell kaputt. Letzte Zeit fällt schon mal schwieriger das aufzustehen. Das hat aber auch damit zu tun, dass man mit der Arbeit (wir bloggen doch 24 St. am Tag) nicht aufhören kann und später schlaffen geht. Man muss einfach eigenen Rhythmus in Balance bringen, dann wird wieder alles ok. Liebe Grüße!

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