Die perfekte Anleitung für unfassbar gute Artikel!

Dein Blog steht, dein Thema hast du schon lange veröffentlicht und nun ist dein erster Beitrag online. Doch irgendwie liest ihn niemand so wirklich. Finde hier heraus, woran es liegen kann und lerne mit dieser Anleitung den perfekten Artikel zu schreiben.

Vielleicht fragst du dich, warum du denn von anfang an auf die Qualität deiner Artikel achten sollst? Dafür schreibst du doch einen Blog. Du willst üben und dich selber finden.

Natürlich hast du damit nicht ganz Unrecht. Es ist wichtig, dass du deinen eigenen Stil findest und deine eigene Art, dich auszudrücken. Doch mit wenigen Tricks kannst du von anfang an schon einen guten Standard festlegen, der deine Leser fesselt und zum Wiederkehren bewegt.

Die untere Reihenfolge ist nicht zwingend, sondern lediglich ein Vorschlag von meiner Seite. Finde deinen Rythmus und kombiniere die unteren Bausteine, wie es dir am leichtesten fällt.

 

Überschriften

Die Überschriften deiner Artikel sollen aus der Masse hervorstechen und das Interesse deiner Leser wecken. Dein Titel ist ein Versprechen an deine Leser und sollte demnach nichts aussagen, was dein Text später nicht halten kann.
Setze hiermit den Ausgangspunkt für dein Thema, sei aber nicht zu wage. Nutze deine Überschrift um so spezifisch und einzigartig wie möglich den Inhalt deines Beitrages zu beschreiben.

Für die passende Überschrift lohnt es sich immer vorher ein kleines Brainstorming zu machen. Schreibe dazu mehrere Überchriften auf, die dir in den Sinn kommen. Sobald du einige Variationen zusammen hast suche dir deinen Favoriten heraus oder bilde eine Kombination aus den besten Ideen.

 

Recherche

Finde alle Informationen zu deinem Thema

Nach der Findung der Überschirft fange ich erst an mit der Recherche. Denn nun weiß ich, in welche Richtung ich mit meinem Artikel gehen will. Hier zeige ich dir, wie ich genau meine Recherche betreibe und wie du am einfachsten vorgehen kannst.

Es empfiehlt sich zunächst mit einem kleinen Brainstorming alles zu sammeln, was du bereits zu deinem Artikelthema weißt. Schreibe auch die Fragen auf, die du selber zu deinem Thema hast.

Nachdem du niedergeschreiben hast, was du weißt und nicht weißt fängst du mit der eigentlichen Recherche an. Hierfür ist es nicht schändlich, wenn du Google oder ähnliche Suchmaschinen nutzt. Wir schreiben hier kein wissenschaftliches Essay (zumindest die meisten nicht), daher müssen wir uns nicht all zu viele Sorgen über das richtige wissenschaftliche Arbeiten machen.

Suche also mit einer Suchmaschine nach relevanten Suchbegriffen, um Artikel zu deinem Thema zu finden.
Scanne grob über die ersten 20 – 50 Artikel und filtere die besten Quellen für Informationen heraus.
Als nächsten Schritt lies dir diese Artikel durch und mache dir am besten ergänzende Notizen zu deinen bereits gesammelten Infos.

Du kannst dir die gefunden Seiten auch in extra Tabs offen lassen, um dir wichtige Stellen noch einmal genau durchzulesen.

Ganz wichtig! Beachte, dass du weder paraphrasierst, noch eins zu eins kopierst.
Du schreibst wie gesage keine wissenschaftliche Arbeit, aber Diebstahl ist und bleibt kein Kavaliersdelikt.

 

Struktur

Baue deinen Artikel Stück für Stück auf.

Nachdem du nun weißt, welche Informationen du verarbeiten willst solltest du dich um den Aufbau deines Textes kümmern. Eine Striktur ist hilfreich, da du so etwaige Schwächen oder Lücken in deinem Artikel findest und dem ganzen einen übersichtlichen runden Eindruck verleihst.

Zunächst kannst du deinen Text in Einleitung, Hauptteil und Schluss unterteilen. Jeder einzelne Teil hat dabei seine eigenen Vorteile und auch Hindernisse.

Einleitung

Für die Einleitung hast du verschieden gestalterische Mittel. Du kannst zum Beispiel mit einem der Folgenden Arten beginnen:

  • Anekdote
  • Beichte
  • Zitat
  • Witz
  • Provokation

Dieser Teil deines Textes soll deinen Leser auf den Ton und Inhalt deines Artikels vorbereiten. Hier willst du deinem Leser einen kompakten Eindruck des Inhalts und deines Zieles geben. Er soll sich langsam an die Materie herantasten und den perfekten Einstieg ins Artikelthema finden.

Hauptteil

Hier passiert das wichtigste und hier steckst du den Großteil deiner Energie hinein. Der Hauptteil beinhaltet dein gesamtes Wissen und dein eigentliches Artikelthema. Der Hauptteil sollte gut strukturiert und verständlich zu lesen sein. Damit du dich nicht verfranzt und deinen Artikel nicht wirr und unprofessionell wirkt, gibt es einige Vorgehensweisen, die die helfen.

Unterüberschriften

Am besten unterteilst du deinen Hauptteil in sinvolle Unterüberschriften, denn so zerlegst du deinen Artikel in kleine handlebare Teile. Dadruch wird es einfacher sich mit den einzelnen Unterpunkten zu befassen und gegebenenfalls Lücken zu finden und zu füllen

Absätze

Deine Absätze sind eine weitere Einheit mit der du arbeiten kannst, um dich besser und verständlicher Auszudrücken. Ein Absatz ist immer eine kleine Sinneinheit innerhalb deiner Unterüberschrift. So kannst du weiter spezifizieren und herausfinden an welcher Stelle dein Artikel noch Arbeit benötigt.

Dabei willst du deinen Absatz nicht zu lang werden lassen. Zu große und lange Absätze wirken auf einen Blogleser schnell abschreckend und demotivierend. Als Leser möchte man schnell und effektiv die nötigen Informationen aufnehmen und keinen Roman lesen.

Ende

Nach deinem Hauptteil musst du natürlich auch einen Schluss für deine Artikel finden. Um ehrlich zu sein, ist das immer noch einer der schwierigsten Teile für mich, doch ein paar Tipps habe ich auch hier für dich vorbereitet.

Es gibt 3 immer wieder empfohlene Arten einen Blogartikel enden zu lassen:

  • Call to Action
  • Cliffhanger
  • Frage

Diese Möglichkeiten sind immer gut anzuwenden. Ich selber ende meine Texte meistens mit einer Mischung aus einem Call to Action und einem Cliffhanger, da ich meistens einen „Ausblick“ auf künftige Artikel gebe und zu ähnlichen Themen vermittel. Ab und zu fordere ich auch meine Leser auf, sich in meine Mailing-Liste einzutragen.

 

Schreibstil und Textgestaltung

Dein Schreibstil unterscheidet sich stets von anderen, und wird immer ein Alleinstellungsmerkmal sein. Das heißt aber nicht, dass es hier nicht auch Tipps gibt, an denen du dich orientieren kannst ohne deine Individualität zu verlieren.

Sprache

Fachsprache

Blogger versuchen trotz ihres Nichencharakters immer eine größtmögliche Zahl an Lesern anzuziehen und zu begeistern. Das heißt aber auch, dass von Laie bis Profi alles und jeder dabei sein kann und du beide gleichermaßen ansprechen möchtest. Hier die Waage zu finden ist nicht immer einfach.

Behalte jedoch im Hinterkopf, dass es immer besser (jedoch auch eine Herausforderung) ist ein kompliziertes Thema einfach darzustellen. Aus diesem Grund solltest du es möglichst vermeiden komplizierte fachspezifische Worte zu vermeiden. Natürlich kann man das nicht immer, deswegen versuche Fachwörter möglichst einfach und zugänglich zu erklären.

Eine Lösung dafür kann ein Hovertext sein. Ich benutze dafür ein bisschen an HTML-Code. Wie ich den Hovertext hier erstellt habe seht ihr unten.

<span style="text-decoration: underline;" title="Wörter oder Ausdrücke können in der Hoverbox erklät werden">Hovertext</span>

Kopiere dir gerne den Code für eigene Hovertexte.

Wortwahl
Erschaffe wunderbare Artikel

Neben der Fachsprache kannst du noch in weitere Fettnäpfchen treten. Du kannst unbewusst dafür sorgen, dass dein Text langweilig und kalt wirken kann. Nach wenigen Sätzen interessiert sich so niemand mehr für deinen Inhalt, sei er noch so gut recherchiert.

Nutze deshalb alles was die deutsche Sprache der Dichter und Denker her gibt. Lade deinen Text mit emotionalen Worten auf, die deinen Blogbesucher abholen. Sprich deine Leser direkt an und nenne Beispiele, in die sie sich leicht hineinversetzen können.

Bedenke aber, dass auch hier die Dosis das Gift macht. Wenn du es all zu sehr übertreibst mit emotional geladenen Worten läufst du Gefahr, dass deine Aussage nicht ernst genommen wird und dein Text als unprofessionell wahrgenommen wird.

Nachdem du so viel Arbeit in die Vorbereitung und Recherche gesteckt hast, ist das sicherlich nict dein Ziel.

Text- und Satzbau

Weiter ist auch deine Textlänge wichtig, die ich hier ansprechen will. Dein Artikel sollte ein Minimum von 300 – 500 Wötern enthalten. Solche kurzen Texte kannst du für knappe Übersichten oder Listen-Posts verwenden.

In der Regel hat ein ausführlicher und gut lesbarer Artikel in etwas zwischen 1.000 und 1.200 Wörtern lang sein. Zunächst hört sich das vielleicht viel an, aber wenn du genügend Unterpunkte beziehungsweise Unterüberschriften erstellet und gut recherchiert hast erreichst du diese Zahl schneller als du denkst.

Neben der Länge deines Textes solltest du auch auf die länge deiner Sätze achten. Da dein Artikel von möglichst vielen Besuchern gelesen und verstanden werden soll, ist es besser Monstersätze a la Schiller (1 Satz, 5 Zeilen) zu vermeiden. Versuche möglichst wenige Nebensätze einzubauen und setze dir ein Linit von 20 Wörtern.

Natürlich gelingt das nicht immer oder manchmal ist so ein Satzbau eine bewusste Entscheidung. Trotzdem sollte dies so wenig wie möglich und mit viel Bedacht verwenden.

 

Wie geht es weiter

Nachdem du nun weißt, wie du einen perfekten Artikel schreibst hast du nach den anderen Artikeln, die du auf meiner Seite finden kannst, alles, was du für einen guten Blog brauchst.

Demnächst beschäftigen wir uns damit, wie du deinen Blog nun auch zu deinen Lesern bringst du deine Community aufbaust.

17 comments Add yours
  1. Sehr hilfreicher Post, den hätte ich mal schon vor 7 Jahren lesen sollen, als ich mit dem Bloggen angefangen habe 😀 Meine Beiträge von damals finde ich im Nachhinein echt schlecht, wenig Struktur, überhaupt nicht Seo-optimiert, ohne Mehrwert. Umso besser wenn Neu-Blogger deinen Beitrag rechtzeitig lesen und beherzigen.

    Liebe Grüße,
    Diana

  2. Hallo, schön beschrieben, genau die richtige Informationen für den Blog-Start, aber auch für alle die schon länger bloggen, ist es informativ.
    Liebe Grüße Bo

  3. Ich glaube, gerade beim Bloggen, lernt man nie aus. Man lernt ständig dazu und auch der Schreibstil verändert sich je öfter man sich damit befasst. – Und das ist auch gut so. Denn immerhin ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.

    Danke aber für deine Tipps zum richtigen Aufbau. – Auch SEO darf man nicht vergessen.

    Alles Liebe,
    Julia
    https://www.missfinnland.at

  4. in Zeiten von SEA und Co. ist das mal eine richtig schöne, bodenständige Anleitung liebe Wiebke!
    persönlich habe ich das schreiben ja tatsächlich noch auf der Journalistenschule gelernt … aber man kernt gerade in diesem Metièr nie aus und etwickelt sich (glücklicherweise) immer weiter 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  5. Liebe Wiebke,
    lieben Dank für die vielen Tipps!
    Mir persönlich fällt es am Schwersten, eine Einleitung zu schreiben. Während der eigentliche Text mit dem Verlauf einen gewissen Flow entwickelt stottere ich oft zu Beginn irgendwie herum. Die Idee mit der Beichte klingt cool, das muss ich mal ausprobieren.

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