Dein erster Blog – aber wo anfangen?

Du willst einen Blog aufsetzen und bist voller Tatendrang, aber wo sollst du eigentlich anfangen? Zu Beginn scheint alles ein bisschen viel und überwältigend. Dabei ist es recht einfach Ordnung in das Info-Chaos zu bringen.

Als ich zum ersten Mal einen Blog aufsetzen wollte wusste ich zunächst gar nicht, wo ich anfangen sollte. Es gab so viel Auswahl und eine schier endlose Menge an Ausdrucksmöglichkeiten. Irgendwann ging es so weit, dass ich mich wie ein kleines Kind im Süßwarenladen fühlte. Ich geriet in einen (Zucker-)Schock und fühlte mich hoffnungslos eingeschüchtert. Damit dir soetwas nicht passiert habe ich dir in diesem Artikel alles zusammengefasst, worauf du am Anfang achten musst. Sobald dieses Gerüst steht kannst du mit weiteren Funktionen darauf aufbauen und deinen Blog erweitern.

Wo soll ich überhaupt anfangen?

Bevor du auf diesen Beitrag gestoßen bist hast du, wie ich damals, wild begriffe in die Suchmaschiene gehauen. „Wie bloggen?“, „Wo starten beim Blog?“, „Was ist SEO?“, „Wo kann ich posten?“ etc.. Verschiedenste Ratgeberseiten schmeißen mit den unterschiedlichsten Fachbegriffen um sich, anstatt in kurzen Sätzen zu erklären, auf was man denn nun achten soll oder nicht.

Im Folgenden findest du eine knappe Übersicht mit all den Punkten, die wir in diesem Artikel zusammen abarbeiten werden.

  1.  Welcher Bloghost ist der richtige für mich?
  2. Wie finde ich das perfekte Thema für meinen Blog?
  3. Was muss ich bei meinem Domainnamen beachten?

 

Um was sollte ich mich zuerst kümmern, bevor ich live gehe?

Natürlich könnte man aus jedem einzelnen Punkt einen eigenen Beitrag erstellen. Doch hier geht es darum dir eine fundierte Übersicht zu verschaffen, auf der du weiter aufbauen kannst ohne den Mut zu verlieren und dir einen schnellen Start zu ermöglichen.

 

Welcher Bloghost ist der richtige für mich?

Finde deine perfekte Umgebung

Wenn du das erste mal „Bloghost“ in deine Suchanfrage kommen einige Suchergebnisse mit verschiedenen Möglichkeiten wie du deinen Blog aufsetzen kannst. Wirklich relevant sind aber nur einige wenige.

Mit allen 3 habe ich bereits meine Erfahrungen gesammelt und bin auch mit allen mehr oder weniger schon einmal gescheitert. Um den richtigen Host für dich zu finden gibt es hier eine kleine Pro- und Contra-Liste:

tumblr

Pro
Contra
  • Mischung aus Blog und SocialMedia
  • leichte Sichtbarkeit
  • kostenlos
  • viel von Künstlern genutzt
  • wenig Anpassungsmöglichkeiten
  • eher Single-Page
  • keine eigene Domain

 

Blogger / Blogspot

Pro
Contra
  • leicht auffindbar
  • durch Google unterstützt
  • einfache Konfiguration des Templates
  • kostenlos
  • keine eigene Domain
  • wenig flexibel
  • wenige Möglichkeiten der individuellen Anpassung

WordPress

Pro
Contra
  • viele Anpassungsmöglichkeiten
  • eigene Domain
  • große Selbstbestimmung
  • viele kostenlose professionelle Templates

 

Fazit

Jeder der bekannten Bloghost hat seine vor und Nachteile. Persönlich empfehle ich, wie die meisten Blogger auch, ein Hosting mit WordPress. Dies kostet zwar einen kleinen monatlichen Betrag, solltest du einen Server mieten, aber hier hast du die volle Kontrolle. Du kannst die Anpassungen vornehmen, wie du es dir wünscht, und du hast die Möglichkeit durch viele kostenlose PlugIns weitere Unterstützung zu erhalten.

Natürlich spricht nichts dagegen sich für einen der anderen Webhosts zu entscheiden. Es kommt immer auf deine Bedürfnisse drauf an und welcher der Anbieter diese am besten abdeckt. Deshalb überlege dir die Ziele für deinen Blog, auch langfristig, und wähle dann den entsprechenden Anbieter aus. Wenn du dich einmal entschieden hast und dein Blog aufgebaut ist, dann ist ein Wechsel meist schwer.

 

Wie finde ich das perfekte Thema für meinen Blog?

Zu diesem Thema habe ich bereits einen ausführlichen Artikel geschrieben. Möchtest du etwas tiefer in die Frage einsteigen dann schau doch dort mal vorbei.
Kurz zusammengefasst hangel dich bei der Suche nach deinem Thema am besten an folgenden Fragen entlang:

  1. Was für Themen interessieren dich?
  2. Findest du zu deinem Thema 50 Artikel?
  3. Kennst du dich bereits mit dem Thema aus?
  4. Will und kann ich die nächsten 3 -5 Jahre mit diesem Thema arbeiten?

Nachdem du also jetzt einen Webhost und ein Thema hast fängt die eigentliche Arbeit erst an. Du solltest dein Design und deine wichtigsten Seiten solide aufbauen. Doch am wichtigsten ist es deinen Domainnamen zu finden.

 

Was muss ich bei meinem Domainnamen beachten?

Einen Domainnamen finden kann schwer sein

Ein Domainname ist dein erstes Aushängeschild. Noch bevor die Leser auf deine Seite kommen sehen sie deinen Domainnamen, entweder auf Facebook, Twitter oder in der Googlesuche. Mit diesem Namen verbinden deine Leser dich und deinen Inhalt. Deshalb ist es hilfreich, wenn dein Name für etwas steht und sich später auch zu einer Marke ausbauen lässt.

Sicherlich hast du schon ein paar Ideen, wie du deinen Blog nennen willst. Wenn du WordPress als Webhost gewählt hast, kannst du nun deinen individuellen Namen testen. Überlege dir daher, ob der Name deiner Domain auch och in 5 Jahren zu dir und deinem Content passt. Schreibst du zum Beispiel einen Blog für werdende Mütter, könnte miriamsblogfuerwerdendemamis.de ein passender Name sein. Dabei solltest du aber überlegen, ob dieser Name auch noch in 5 Jahren zu deinem Inhalt und deiner Marke passt. Besser wäre vielleicht miriamsblogfuermamis.de

Der nächste Punkt, den du bei deiner Domain beachten solltest ist die Einprägsamkeit. Du möchtest einen Namen, den man eingibt und ohne Missverständnisse auf deiner Seite landet. Das heißt dein Name sollte nicht zu lang sein, keine komplizierten oder ungewöhnlichen Zeichen oder schwierige Wörter enthalten. Bei unserem vorherigen Beispiel miriamsblogfuermamis.de sind schon mal keine schwierigen oder ungewöhnlichen Worte enthalten. Auch ist es leicht verständlich. Problematisch könnte der Umlaut ue werden, sowie die Länge der Domain. Besser wäre hier entweder miriamsmamiblog.de oder mamiblog.de.

Je einfacher der Name, desto leichter kann man deinen Blog suchen und du hilfst deinen Lesern dich schneller wieder zu finden.

 

Um was sollte ich mich zuerst kümmern, bevor ich live gehe?

Einige Sachen sind zu beachten und zu erstellen, bevor du mit deiner Website „ans Netz“ gehen kannst. Genrell kannst du auf deinem Blog alles anstellen und einstellen, wie du möchtest. Doch es gibt einige Standards, die die zum einen einhalten musst und andere welche du einhalten solltest, für ein erfolgreiches Auftreten.

Wichtige Seiten, die nicht fehlen dürfen

Datenschutzerklärung

Zu den wichtigsten Seiten die du auf deinem Blog haben musst gehören das Impressum und die Datenschutzerklärung nach der DSGVO. Zwar ist diese DSGVO noch recht neu und es gibt noch viele Grauzonen, das befreit dich dennoch nicht von der Pflicht einer Datemschutzerklärung. Eine verständliche und gut nachvollziehbare Anleitung findest du in diesem Beitrag von blogyourthing.com.

Impressum

Als nächstes brauchst du dein Impressum. Da du kurz gesagt redaktionelle Arbeit leistest fällt auch dein Blog unter die Impressumspflicht. Wie du eins erstellst und was du beachten musst findest du in einem schönen Beitrag von checkdomain.de.

Wichtige Seiten, die nicht fehlen sollten

Startseite

Eine Startseite ist nach deinem Domainnamen dein Aushängeschild. Hier entscheidet sich, ob dein Besucher zu einem Leser wird oder gleich wieder weiter surft.

Obwohl jede Startseite so einzigartig und besonders ist, wie der Blog selber kannst du dich an ein paar Stichpunkten entlanghangeln, die dir helfen und dich unterstützen.

Do’s
Dont’s
  • Was ist das hier?
  • Warum sollte ich hier sein?
  • Was kann ich hier machen?
  • kein „Herzlich Willkommen“
  • sinnlose Anekdoten
  • verwirrende Textteile

Damit sich dein Leser angesprochen fühlt stelle in einem kurzen Statement klar, worum es auf deinem Blog geht. Dieser Satz sollte mit wenigen Worten dein Thema einprägen und Lust auf mehr machen. Ein Beispiel hierfür wäre zum Beispiel Miriam mit ihrem Blog für Mütter. Auf Ihrer Startseite könnte sie zum Beispiel folgenden Satz verwenden:
Mein Name ist Miriam und ich zeige dir, was du als Mutter alles wissen musst.
Hierbei ist sofort klar, was dieser Blog vor hat und was für Beiträge du als Leser erwarten kannst.

Nach deinem ersten Satement erkläre deinem Leser, was er alles auf deiner Seite lernen und machen kann. Zeige genauer, worum es auf deinem Blog geht und warum dein Besucher genau auf der richtigen Seite gelandet ist und er sich hier unbedingt umschauen sollte.

Zum Schluss kannst du deinem Leser Aktionen, neue und beliebte Beiträge vorstellen. Dies dient dazu das erste Eis endgültig zu brechen und nun den Call-to-Action an deine Leser zu richten. Nachdem sie nun gesehen haben, wie toll dein Blog für sie ist sollen sie auch mit diesem agieren.

Über mich -Seite
Schreibe möglichst ausführlich über deinen Blog

Eine weitere Seite, die du am Anfang gleich aufsetzen solltest ist eine sogenannte „Über-Mich“-Seite. Diese Seite zeigt den Leuten, wer du bist. Besucher, die auf deine „Über-dich“Seite aufrufen wollen wissen wer hier schreibt. Hier kannst du zeigen was dich antreibt, welche Erfahrungen du gesammelt hast und was dich als Autor aus macht.

Allerdings möchte hier niemand deinen Lebenslauf lesen, sondern deine Leser wollen wissen, was du für sie tun kannst und welchen Wert sie deinem Wissen geben können. Anfangs ist es mir sehr schwer gefallen diesem Verständnis auf meiner Seite zu folgen. Deshalb habe ich nach einiger Recherche einen kleinen Guide zusammengetragen. Die meisten Ratgeberseiten, die ich bei der Recherche genutzt habe bezogen sich eher auf About-Seiten von Unternehmen. Da du vielleicht nur bloggen willst aus Spaß am schreiben, dann orientier dich gerne an meiner Checkliste:

  1. Einleitender Satz, wer du bist und was du für deine Leser tust.
  2. Eyecatcher (zum Beispiel ein Bild von dir)
  3. kurze Zusammenfassung, was der Leser von dir erwarten kann
  4. Opt- In (zum Beispiel ein Newsletter)
  5. Schreibe nun etwas persönliches
  6. Opt-In

 

Wie geht es weiter?

Jetzt weißt du, wie du deinen Blog aufbaust und an was du anfangs denken solltest. Soweit du dieses Grundgerüst aufgebaut hast kannst du nun darauf aufbauen. Danch kannst du am SEO deiner Website arbeiten oder weiter an deinem Layout feilen. Natürlich solltest du alsbald auch mit dem bloggen anfangen und deine ersten Beiträge verfassen. Nützliche Tipps und Tricks zum richtigen Schreiben von Blogartikeln findest du in einem zukünftigen Beitrag. Stelle also sicher, dass du bald wieder rein schaust oder melde dich in meinem Newsletter an um nichts zu verpassen.

 

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10 comments Add yours
  1. Blogspot oder WordPress… Ich bin bei Blogspot, überlege aber schon länger, zu wechseln. Allerdings habe ich etwas Respekt, wieder alles von vorne lernen zu müssen…
    Bist du mal umgezogen?
    Viele Grüße Martina

  2. Hallo Liebes, wirklich klasse Beitrag für Neulinge. Ich war auch sehr lange bei Blogger aber dadurch das dies nicht DSGVO-Konform ist habe ich zu WordPress gewechselt.

    LG Jasmin

  3. Hach ja, mit Blogspot habe ich auch angefangen. Ich würde aber jedem empfehlen, sich direkt eine anständige Domain zuzulegen und die paar Euro im Jahr in die Hand zu nehmen. Zum ausprobieren sind die kostenlosen Anbieter aber dennoch OK.

  4. Ein toller Blogpost! Denn hätte ich vor 4 Jahren unbedingt gebraucht, obwohl ich mir beim Erstellen des Blogs gar nicht so viele Gedanken wie jetzt gemacht habe. 🙂

    Liebe Grüße
    Lisa

  5. Ich hab damals auch bei Blogspot angeangen und bn ccon dort zu wordpress.com und letztlich zu wordpres.org und selbstgehehostet. Widersprechen muss ich dir allerdings in dem Punkt der Wahl. Es ließt sich, als sollte man, nachdem man sich entschieden hat, nicht mehr wechseln, weil es so schwierig ist. Ich bin Laie und kenn mich mit Codierung und co null aus. Der Umzug von Blogger zu Worddpress.com war super einfach. Lediglich auf das Selbstgehostete System wurd es etwas schwierig, aber nicht wegen dem Umzug sondern generell mit der Umstellung und den Ser ergeschichten – die ma ja ohnehin hat, wenn man sich von Anfang an für .org entscheidet.
    Auch die „Über mich“ Seite finde ich nicht so wichtig. ich hab eine, und sie ist sogar noch weniger besucht, als mein Impressum.
    Für einsteiger aber sicherlich einige hilfreiche Hinweise dabei.
    Liebe Grüße,
    Tama <3

  6. Meine Einsteigerplattform war ebenfalls Blogger.com und ich muss sagen, dass ich damit gar nicht mal so unzufrieden war. Eigene Domain war kein Problem. Der ausschlaggebende Grund für meinen Wechsel auf WP war die zu dem Zeitpunkt vorherrschende Inkompatibilität mit dem SSL-Zertifikat in meiner Konstellation. Sonst wäre ich einfach bei Blogger.com geblieben.
    Liebe Grüße
    Salvia von Liebstöckelschuh

  7. Sehr toller Beitrag für Neulinge! So einen hätte ich mir damals gewünscht! Ich war anfangs auch bei Blogger und bin dank der DSGVO zu WordPress umgezogen. Beste Entscheidung :).

    Liebste Grüße
    Saskia ❤️

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